Sonderformen

1. Der Zeitpunkt.

Die häufigste Form ist der Typ 1 (Frühtyp). Hier tritt die Erkrankung zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr auf. Im Gegenzug tritt bei einer kleinen Patientengruppe (Type 2) die Erkrankung um das 40. Lebensjahr auf, die Spitze wird um das 58. Lebensjahr erreicht. Man spricht von dem Spättyp. 

2. Das Krankheitsbild.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Hauptformen von Psoriasis. Betroffene können zum selben Zeitpunkt oder in verschiedenen Lebensabschnitten von unterschiedlichen Formen betroffen sein.

Die häufigste Form ist die gewöhnliche Schuppenflechte mit der Bezeichnung Psoriasis Vulgaris.

Die ersten Anzeichen kündigen sich am gesamten Körper durch rote Flecken und Knötchen an. Erst in weiterer Folge kommt es zu dem Erscheinungsbild der münzgroßen Schuppen (Plaques). Die Schuppen lassen sich leicht ablösen, dabei kommt es zu punktförmigen Blutungen. Ein Paradox ist, dass die Haut trotz ihrer unnatürlichen Verdickung nicht gut verhornt ist, was sie verletzungsanfällig macht. Die häufigsten betroffenen Areale sind: Ellenbogen, Kniescheiben, der Kopfbereich, das Gesäß, Brust und Rücken). Aber auch Finger- und Fußnägel können betroffen sein. Die Symptome reichen von leichten Dellen und Verfärbungen bis hin zur Nagelzerstörung.

Neben dieser typischen Form der Psoriasis Vulgaris (Plaque-Typ) kann auch eine Streptokokken-Infektion zum plötzlichen Auftreten von Psoriasis Vulgaris führen. Diese Symptome zeigen sich in Form von bedeutend kleineren Schuppen vor allem im Gesicht, auf Brust und Rücken. Man spricht vom Guttata-Typ. Auch wenn diese Form der Erkrankung nicht chronisch ist, kann sie in eine chronische Form der Schuppenflechte übergehen.

Schuppenflechte am Kopf.
Die Kopfhaut. Hier findet Psoriasis oft ihren Ursprung. Die Schuppen bilden sich unter den Haaren und reichen meist bis zum Haaransatz.

Die Befürchtung, dass die Schuppenflechte am Kopf zu Haarausfall führt, ist zum Glück unbegründet, da das Haar durch die Plaques hindurch wächst. Wie unterscheidet sich eine Schuppenflechte am Kopf zu herkömmlichen Schuppen? Normale Schuppen sind ganz flach und damit nicht fühlbar, bei einer Schuppenflechte verkleben mehrere Hautschichten, welche sich wie kleine Klümpchen anfühlen.

Eine seltene Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis Pustulosa.
Sie zeigt sich durch eitrige Pusteln auf geröteten Hautstellen, meist an der Fußsohle und Handfläche. Wichtig auch für das Umfeld des Betroffenen zu wissen ist, dass keinerlei Ansteckungsgefahr besteht. Besonders schmerzhaft können für Patienten Alltägliches wie Gehen oder Greifen sein. Im schlimmsten Fall breitet die Krankheit sich über den gesamten Körper aus und kann enorm lebenseinschränkend bis bedrohend werden.

Psoriasis Invesa.
Auch diese Form der Schuppenflechte tritt nur selten auf. Sie wird durch Körperpartien mit verstärkter Wärmebildung und Feuchtigkeit begünstigt. Die Symptome sind in Achselhöhlen, Bauchfalten, unter der Brust aber auch im Genital- und Analbereich zu finden. 

 

 
 

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