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neue Wirkstoffe

Fast die Hälfte der Patienten erreichte eine vollständige Abheilung der Hautläsionen. Bei Ustekinumab war die Zahl deutlich kleiner. Risankizumab zeigt eine gute Wirksamkeit bei Psoriasis. Die Zulassung wird noch 2019 erwartet.

Eine zweite Zusammenfassung beschäftigte sich mit Mirikizumab in einer Phase-II-Studie. Die Studie zeigt erste Ergebnisse zur Wirksamkeit von Mirikizumab bei Patienten mit Psoriasis. Nach 16 Wochen erreichten fast 67 % der Patienten mit der höchsten Dosis Mirikizumab eine Verbesserung von 90 %. Auch Mirikizumab zeigt eine gute Wirksamkeit. Es sind jedoch weitere Studien mit mehr Patienten notwendig.

 

Neuer Wirkstoff Mirikizumab: gute Ergebnisse in Phase II

Original Titel:
Efficacy and Safety of Mirikizumab (LY3074828) in the Treatment of Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis: Results from a Randomised Phase 2 Study

DGP – Die Studie zeigt erste Ergebnisse zur Wirksamkeit von Mirikizumab bei Patienten mit Psoriasis. Nach 16 Wochen erreichten fast 67 % der Patienten mit der höchsten Dosis Mirikizumab eine Verbesserung von 90 %. Dabei traten nicht mehr Nebenwirkungen als unter einem Placebo auf.


Es gibt bereits einige Interleukin-23-Hemmer, die zur Behandlung der Schuppenflechte zugelassen sind, wie Guselkumab oder Tildrakizumab. Wissenschaftler veröffentlichten jetzt erste Ergebnisse zu einen anderen Interleukin-23-Hemmer: Mirikizumab.

 

Mirikizumab ist ein neuer Interleukin-Hemmer

Wissenschaftler aus Deutschland, den USA, Japan und Kanada untersuchten Mirikizumab bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis in einer Phase II Studie. Bei Phase II Studien wird ein Wirkstoff das erste Mal an einer kleinen Gruppe von Patienten angewendet. Die Wissenschaftler verglichen drei Dosierungen des Wirkstoffs und ein Placebo.

52 Patienten erhielten ein Placebo und je 51 Patienten erhielten 30 mg, 100 mg und 300 mg Mirikizumab zu Beginn und nach 8 Wochen unter die Haut gespritzt. Weitere 8 Wochen später bestimmten die Wissenschaftler den PASI90. Dieser gibt an, bei wie vielen Patienten eine Verbesserung der Hautläsionen von mindestens 90 % erreicht wird.

 

Etwa 60 % der Patienten erreichten eine Verbesserung von mindestens 90 %

Nach 16 Wochen erreichten 0 % der Patienten mit Placebo, fast 30 % der Patienten mit 30 mg Mirikizumab, fast 60 % mit 100 mg Mirikizumab und 67 % der Patienten mit 300 mg Mirikizumab eine Verbesserung von mindestens 90 %. Bei den Patienten, die Mirikizumab erhielten, kam es insgesamt zu zwei schweren unerwünschten Ereignissen 

(1,3 %). Bei den Patienten mit Placebo trat insgesamt ein schweres unerwünschtes Ereignis auf (1,9 %).

Die Studie zeigt erste Ergebnisse zur Wirksamkeit von Mirikizumab bei Patienten mit Psoriasis. Nach 16 Wochen erreichten fast 67 % der Patienten mit der höchsten Dosis Mirikizumab eine Verbesserung von 90 %. Dabei traten nicht mehr Nebenwirkungen als unter einem Placebo auf. In Zukunft sind weitere Studien notwendig, um die Ergebnisse auch an größeren Patientenzahlen zu belegen.

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Referenzen:
 

Reich K, Rich P, Maari C, et al. Efficacy and Safety of Mirikizumab (LY3074828) in the Treatment of Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis: Results from a Randomised Phase 2 Study. Br J Dermatol. February 2019. doi:10.1111/bjd.17628.

 

Risankizumab könnte effektiver sein als Ustekinumab bei der Behandlung von Psoriasis

Original Titel:
Risankizumab versus Ustekinumab for Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis

DGP – Die Studie deutet an, dass Risankizumab wirksamer sein könnte als Ustekinumab. Die Studie umfasste jedoch wenige Patienten und untersuchte die Auswirkungen nur über einen kurzen Zeitraum.


Bei Psoriasis kommt es zu Fehlfunktionen des Immunsystems. Biologika haben die Behandlung von Psoriasis und anderer Krankheiten revolutioniert. Die gentechnisch hergestellten Wirkstoffe richten sich gezielt gegen Signal- und Entzündungsstoffe im Körper. Eine Gruppe der Biologika richtet sich dabei gegen InterleukineInterleukine sind eine Gruppe von Botenstoffen, die das Immunsystem regulieren. Das Biologikum Ustekinumab richtet sich gegen Interleukin 12 und Interleukin 23, während sich das neuere Biologikum Risankizumab spezifisch gegen Interleukin 23 richtet.

Forscher haben jetzt die Wirksamkeit der beiden Biologika verglichen. In der durch Boehringer Ingelheim finanzierten Studie wurden Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis untersucht. Dabei wurden 83 Patienten mit 90 mg oder 180 mg Risankizumab und 40 Patienten mit 45 mg oder 90 mg Ustekinumab behandelt.

Fast die Hälfte der Patienten unter Risankizumab erreichte eine vollständige Abheilung

Nach 12 Wochen wurde der PASI-Wert (Psoriasis Area and Severity Index) bestimmt. PASI90 bedeutet, dass sich die Hautveränderungen um 90 % verbessert haben. 77 % der Patienten unter Risankizumab und 40 % der Patienten unter Ustekinumab erreichten PASI90. PASI100 und damit eine vollständige Abheilung der Hautveränderungen wurde von 45 % der Patienten unter Risankizumab und 18 % der Patienten unter Ustekinumab erreicht. Insgesamt traten bei 166 Patienten 2 Fälle von Basalzellenkrebs und ein schweres kardiovaskuläres Ereignis als schwere Nebenwirkungen auf.

Die Studie deutet an, dass Risankizumab wirksamer sein könnte als Ustekinumab. Die Studie umfasste jedoch wenige Patienten und untersuchte die Auswirkungen nur über einen kurzen Zeitraum.

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